Stressbewältigung: Wenn dein Kopf nicht aufhört zu rennen
Kennst du das?
Du liegst im Bett und deine Gedanken kreisen wie wild in deinem Kopf. Und noch nicht einmal die Atemübung, die du dir bestimmt schon irgendwann heruntergeladen hast, hilft.
Vielleicht ist dein System in diesem Moment einfach so voll, dass der Versuch, dich unbedingt entspannen zu wollen, noch mehr Druck erzeugt.
Was also tun?
Erlaube deinen Gedanken zunächst einmal, wild zu kreiseln. Sie tun es ja sowieso schon.
Atme und beobachte sie. Halte keinen Gedanken fest und versuche auch nicht, ihn wegzuschieben. Beobachte möglichst bewertungsfrei, was gerade da ist.
Lass die Gedanken rennen.
Lass alles da sein, was sich zeigt.
Und beobachte.
Stressbewältigung beginnt mit bewusster Wahrnehmung
Vielleicht stellst du nach ein paar Minuten fest, dass dein Gedankenkarussell von selbst etwas langsamer wird. Erst dann probierst du deine Atemübung noch einmal und schaust, ob sie sich jetzt anders anfühlt.
Das Geheimnis dahinter?
Wenn wir etwas unbedingt loswerden wollen, das gerade unsere Aufmerksamkeit fordert, erzeugen wir manchmal noch mehr inneren Widerstand. Vielleicht hat das, was sich gerade so laut zeigt, sogar eine Information für dich.
Also schau hin. Hör zu.
Und vielleicht muss Stressbewältigung auch gar nicht erst dann beginnen, wenn du abends mit kreisenden Gedanken im Bett liegst.
Probier einmal aus, mehrmals am Tag nur ein bis zwei Minuten für bewusste Entspannung einzuplanen. Kleine Momente, in denen du innehältst, atmest und wahrnimmst, wie es dir gerade eigentlich geht.
Nicht erst, wenn dein System voll ist.
Sondern schon vorher.
